Medien

Der jetzige  Programmauftrag ist in die Jahre gekommen. Entscheidend ist nicht die Frage, wie viel Cent der öffentlich-rechtliche Rundfunk mehr bekommt oder nicht, sondern eine neue Konkretisierung der Grundversorgung. Nach Meinung der JuLis ist die zu gewährleistende Grundversorgung teilbar und die Privatsender leisten durch ihr Programm einen wichtigen Beitrag dazu. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk sollte sich auf die Ergänzung der Punkte reduzieren, die durch private Anbieter nicht gewährleistet werden. Aufgabe der öffentlich-rechtlichen Sender ist somit ausschließlich Information, Bildung und Beratung, insbesondere im Bereich der Kinderprogramme.
 
Mit diesem angepassten Auftrag wäre auch eine Anpassung der Struktur des Rundfunks nötig. Die JuLis fordern eine weitere Reduzierung der Landesrundfunkanstalten der ARD und die Privatisierung des ZDF, da dieses als bundesweiter Sender nicht mehr in öffentlich-rechtlicher Form notwendig ist. Zur Finanzierung des reduzierten Angebots treten die Jungen Liberalen für eine geräteunabhängige Medienabgabe ein. Diese ist von allen einkommensteuer- oder kapitalertragssteuerpflichtigen Bürgern zu entrichten und wird kosteneffizient über die Finanzämter eingezogen. Das Bürokratiemonster GEZ kann somit abgeschafft werden.  Diese Reform würde den öffentlich-rechtlichen Rundfunk deutlich verschlanken und kostengünstiger machen.

Grundversorung nachkommen

Beschluss: RBB soll Grundversorung nachkommen


Die Julis FKN fordern den RBB auf, seiner Grundversorgung auch für Hör- und Sehgeschädigte nachzukommen.

Künftig sollen alle Eigenproduktionen, insbesondere Nachrichtenmagazine wie die „Abendschau“ und „Brandenburg aktuell“, Untertitel für Hörgeschädigte anbieten.

Des Weiteren sollen sämtliche Filme, Serien und Dokumentationen aus Eigenproduktion mit Audiodeskription ausgestrahlt werden.

Weiterhin soll beim Einkauf von Fremdprodukionen darauf geachtet werden, dass der überwiegende Teil Untertitel und Audiodeskription anbietet.

Begründung:

Für Hörgeschädigte ist laut einer aktuellen Studie das Fernsehen das wichtigste Medium, um an aktuelle Nachrichten und Informationen zukommen. Leider werden diese Menschen gerade wenn es um Regionalnachrichten geht vom RBB ausgeschlossen.

Auch für blinde und sehbehinderte Menschen ist das Fernsehen ein wichtiges und vielgenutztes Medium; bietet es doch die einfachste Möglichkeit, am kulturellen Angebot der Gesellschaft teilzunehmen. Da sämtliche Filme nichtdeutscher Sprache sowieso synchronisiert werden, bevor man sie ausgestrahlt, kann dabei auch eine Audiodeskription erstellt werden. Gleiches gilt für Dokumentationen, welche nachvertont werden.