
Die weltpolitische Sicherheitslage hat sich geändert: der Kalte Krieg ist vorüber. Zerfallende Staaten, Bürgerkriege und terroristische Gruppen prägen das Bild. Internationale Friedensmissionen wie in Afghanistan oder im ehemaligen Jugoslawien erfordern personell und technisch gut ausgestattete Einsatzkräfte. Diesen Anforderungen kann die Bundeswehr im alten Stil der Wehrpflichtarmee kaum gerecht werden.
Die Wehrpflicht ist ein tiefer Eingriff in die individuelle Freiheit junger Männer. Der Staat muss ihn vor den Betroffenen immer wieder neu rechtfertigen. Die Bedeutung des Zivildienstes im sozialen Bereich kann nicht als Rechtfertigung für eine Beibehaltung der Wehrpflicht herangezogen werden. Maßgebend für die Rechtfertigung der Wehrpflicht dürfen ausschließlich Sicherheitsinteressen sein.
Die Sicherheitslage rechtfertigt die Wehrpflicht nicht mehr. Die Wehrpflicht zeichnet sich zusätzlich durch eine zunehmende Ungerechtigkeit aus: Fast jeder vierte junge Mann wird nicht mehr eingezogen und muss keinen Pflichtdienst ableisten. Für die JuLis ist dies eine Verletzung des Gleichheitsgrundsatzes des Grundgesetzes und nicht akzeptabel.
Deshalb wollen die Jungen Liberalen dieWehrpflich abschaffen und eine Freiwilligenarmee in Form einer Berufsarmee einführen.
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